Die Schone Mullerin
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Die Schone Mullerin
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Description
* Anfang stand ein Gesellschaftsspiel mit Musik. Im Berliner Haus des Geheimen Staatsrats Friedrich August von Staegemann führte eine Schar junger Kunstfreunde im Herbst 1816 ein kleines Theaterstück mit Liedern auf, die Geschichte von Rose, der schönen Müllerin, die von drei Männern umschwärmt wird, einem jungen Müller, einem Gärtnerknaben und einem Jäger, der schließlich das Herz des Mädchens erobert. Es entstand der Wunsch, die bei diesem Anlass improvisierten Gesänge, zu denen mehrere Mitwirkende Gedichte verfasst hatten, durch echte Vertonungen zu *. Man wandte sich an den Berliner Komponisten Ludwig Berger, der zehn Stücke auswählte und 1818 unter dem Titel »Gesänge aus dem gesellschaftlichen Liederspiele 'Die schöne Müllerin'« veröffentlichte. Fünf der zehn Texte, die Berger vertonte, stammen von dem 1794 geborenen Wilhelm Müller. In zwei Bänden erschienen 1821 und 1824 seine »Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten«, die ein starkes Echo in der literarischen Welt hervorriefen und unter anderem Heinrich Heine tief beeindruckten. Für den ersten der Waldhornisten-Bände griff Müller auf seine Beiträge zum Liederspiel von der schönen Müllerin zurück und arbeitete sie zu einem Zyklus von 23 Gedichten nebst einem Prolog und einem Epilog aus. In dieser Gestalt wurde Franz Schubert auf Müllers Dichtung aufmerksam. Die Geschichte vom jungen Müller, der sich leidenschaftlich, doch vergeblich um die Liebe einer jungen Müllerstochter bemüht, barg für Schubert offenkundig starke Identifikationsmomente, die als schöpferischer Anstoß dienten. Wie die Lieder, die Ludwig Berger als Nachklang des Spiels von der »schönen Müllerin« schuf, waren auch Schuberts Vertonungen der Gedichte Wilhelm Müllers nicht für den Konzertvortrag im modernen Sinne gedacht. Ort des Liedgesangs war zur Schubert-Zeit in der Regel der bürgerliche Salon, gesungen wurden Lieder nicht nur von professionellen Sängern, sondern auch von singbegabten Liebhabern. Zu diesen zählte der Freiherr Carl von Schönstein, dem Schubert die 1823 in fünf Heften erschienene Erstausgabe seiner »Schönen Müllerin« widmete. Markus Schäfer und Tobias Koch haben sich eingehend mit der Aufführungspraxis auseinandergesetzt. Die beiden Musiker suchen eine Art improvisatorischen Schwebezustand, der den Details von Text und Musik neuen Nachdruck verleiht. (Aus dem Booklet-Text von Thomas Seedorf)
Product details
- Languages:
-
Original:
English
- Publisher:
-
H'ART Musik-Vertrieb GmbH / Marl
- Publication Date:
-
2015-09-07
- ISBN / EAN:
-
4260085533336
- Weight:
-
66 g
- Dimensions:
-
12/14/1 cm
- GPSR Manufacturer Reference:
-
[email protected]
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