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Albert Fürst : Traumzeichenschwebe
Albert Fürst : Traumzeichenschwebe
Der Maler Albert Fürst ist ein Urgestein der Moderne. Fürst gehört zu den Informellen der ersten Stunde. Wie etwa Brüning, Gaul, Hoehme oder Emil Schumacher. In der berühmten Gruppe 53 um J. P. Wilhelm, Pierre Restany scharte man sich in Düsseldorf, Paris, Lyon. 1956 mit Poèmes-Objets in der avantgardistischen Galerie Parnass in Wuppertal. Fürsts Arbeiten fallen auf. Besonders Bilder um 1955 auf Sackleinen, Öle in Rot, Weiß, Schwarz, pur tachistoid in Fleckenkomposition auf Sackleinen gesetzt, werden heftig diskutiert. Und noch heute, 1999 am Ende des Jahrhunderts, sind seine Bilder, etwa die Suite der zehn Arbeiten in der Bildergalerie der Sparkasse Meschede, faszinierend wie zum >Bilderstreit< anregend. Eine Ästhetik, die lebt.
Fürst hat seinen auffälligen, manchen Zeitgenossen bis heute beunruhigenden Bildgestus noch immer nicht aufgegeben. Ja, man muß sagen: Ähnlich anderen, vielleicht bekannter gewordenen Malergrößen der ersten Stunde des deutschen Informel, also etwa Schumacher, Schultze oder Thieler, erlebt auch das Bild von Albert Fürst in den letzten Jahren eine erneute Renaissance, eine ästhetische Strahlkraft wie eine Bildbedeutung überhaupt. Seine Arbeiten, Ölbilder, Mischtechniken wie Graphiken erscheinen jung, stark wie experimentell. Auffällig und voller Qualität. Wie am ersten Tag.
Prof. Dr. Walter Israel