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Meine Griechen, meine Griechin und ich!

Meine Griechen, meine Griechin und ich! Contemporary literature

Meine Griechen, meine Griechin und ich!

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Description
Einleitung
Griechenland - ganz aktuell und seit Jahren immer wieder in aller Munde. Griechenland, das Land der Sagen und Mythen. Das Land ber?hmter Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles. Griechenland, das Ursprungsland des Theaters und der Olympischen Spiele. Die Wiege der Demokratie. Griechenland, ein faszinierendes Land, ein herrliches Land.Ein Land mit den hilfreichsten Menschen, die man sich ?berhaupt vorstellen kann. Aber auch mit den unf?higsten Politikern, die man sich vorstellen kann. Dazu korrupt, unerfahren und nicht in der Lage, bekannte Missst?nde aufzuheben oder zu ?ndern. Griechenland, ein Land, in dem die reichsten Griechen (so verankert in der Verfassung, gemeint sind die Reeder) keine Steuern zahlen m?ssen und vielleicht auch deshalb die normalen Menschen keine Steuern zahlen WOLLEN.Griechenland, ein so einmaliges wie wunderbares Land mit seinen monumentalen Bauwerken und herrlichen Inseln, seinem azurblauen Meer, traumhaften Str?nden, malerischen Buchten, fantastischen Bergen - und liebevollen Menschen.Griechenland, ein Land zum Verlieben. Wer einmal hier war, der kommt wieder. Und nochmal wieder. Immer und immer wieder. So wie ich.
Ein Schwabe verliebt sich in eine GriechinDie Sonne scheint schr?g durch die Windschutzscheibe in mein kleines Auto hinein, ein wundersch?ner Tag bahnt sich an. Ich fahre in meinem NSU Prinz durch N?rtingen, die Stadt, in der die Firma ans?ssig ist, in der wir uns anno 1970 zuerst ?ber den Weg gelaufen sind. Ich fahre wie in Trance - mit Schmetterlingen im Bauch. V?llig durch den Wind und doch hochkonzentriert. Ich will schlie?lich heil und rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt sein. Also geht es weiter, so gut ich nur kann.Wir haben uns auf 13 Uhr verabredet. Fr?her sollte ich nicht kommen, aber sp?ter auch nicht. Gespannt blicke ich immer und immer wieder auf die Uhr. Ich fahre langsamer, dass ich auch wirklich nicht zu fr?h dort bin. Unser Plan w?rde scheitern, wenn ihre Mutter, geschweige denn ihr Vater, w?hrend ihrer Mittagspause nach Hause k?men. Eine undenkbare Katastrophe w?re das. Also alle negativen Gedanken auf die Seite schieben, es wird schon funktionieren. Mein Herz schl?gt in den h?chsten T?nen, die Aufregung pr?gt meinen nicht mehr sehr aufmerksamen Fahrstiel, das ist doch klar! Immerhin m?chten wir zusammen wegfahren, wollen irgendwo in ?sterreich ?bernachten. Ein Traum, vor Wochen noch meilenweit entfernt, doch jetzt auf einmal so nah. - Es geht mir unter die Haut.Da, Achtung! Ein Radfahrer ?berquert die Hauptstra?e. Ich muss bremsen, damit ich ihn nicht auf der Motorhaube wiedersehe. Das h?tte mir gerade noch gefehlt. 'Du Depp, pass doch besser auf!', entfuhr es mir. F?r gute Sitten bin ich jetzt viel zu aufgeregt.Ich komme mir vor wie in einem Film. Was mache ich da ?berhaupt? Bin ich einfach nur Hals ?ber Kopf verliebt oder vielleicht doch ?bergeschnappt? Muss ich gar um mein Leben f?rchten, wenn ich diesen Schritt wie geplant durchf?hre? Und muss es gerade DIESES M?dchen, ausgerechnet eine Griechin, sein? Was kommt da alles auf mich zu? Es gibt doch so viele deutsche M?dchen, die auch nicht schlecht aussehen! Habe ich mir das wirklich auch gut ?berlegt? Ist das Risiko f?r mich kalkulierbar? Habe ich mich da in etwas verrannt, was ich heute noch nicht ?berblicken kann? Und dann spricht sie eine Sprache, die ich nicht beherrsche. Selbst die Buchstaben sehen so eigenartig aus. Und ist es nicht gef?hrlich, wenn 'die Frau an meiner Seite' sp?ter mit jemandem spricht und ich nur 'Bahnhof' verstehe? Werde ich in der Lage sein, diese Sprache zu erlernen oder wenigstens zu verstehen? Fragen ?ber Fragen.
Die Griechin aus Griechenland. Griechenland - wo genau ist das ?berhaupt? Wie sieht es dort aus? Warum kommen diese Leute ?berhaupt nach Deutschland? Was ist bei uns besser oder dort schlechter? Zu diesem Land hatte ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Bezug. Mit Griechenland hatte ich mich noch nie befasst. Wenn ich mal im Ausland war, dann in ?sterreich oder maximal noch in der Schweiz - also dort, wo die Berge sind. Mit dem Meer konnte ich nichts anfangen. Das war mir immer zu langweilig. Am Stand zu liegen und zu baden den ganzen Tag - unvorstellbar f?r mich. Warum kann sie nicht aus einem Land kommen, wo es richtige Berge gibt? Eine Schweizerin zum Beispiel w?re ja auch nicht verkehrt. Das h?tte sofort gepasst. Die geborene Traumfrau w?re f?r mich eine, die gerne wandert und mit mir in die Berge geht, ja, die mich sogar voller Tatendrang mitziehen k?nnte - was angesichts meines permanenten und fast schon penetranten Bewegungsdrangs allerdings auch wirklich viel verlangt gewesen w?re. So eine habe ich nie kennengelernt. Vielleicht war ich daf?r doch immer zu schnell unterwegs, und es ist eben anders gekommen. Ich habe mich in eine Griechin verliebt. Keine Frau in Kniebundhosen und schweren Wanderstiefeln, mit der man mal kurz im Vorbeigehen die Burg Hohen Neuffen besteigen k?nnte. Stattdessen ist da diese Leidenschaft, dieses Verlangen nach Marina, das alle Restzweifel beiseiteschiebt. Sie war die Auserkorene.Ich will mutig sein und den 'Entf?hrungsplan' durchziehen. Letzte Woche hatten wir uns die Verlobungsringe gekauft. Jetzt gibt es keinen Weg zur?ck. Ich fahre weiter. Die Spannung steigt.Warum eigentlich dieses Versteck- und Abenteuerspiel? Wir hatten alles versucht, aber ihre griechischen Eltern haben ihr jedes weitere Treffen mit mir, dem Deutschen, untersagt. Sie wollten Marina zur?ck nach Griechenland zu ihrer Oma verfrachten. Trotz ihrer 19 Jahre musste sie von ihrem Vater noch eine Ohrfeige einstecken. Zu "Hause", in N?rtingen, wurde sie regelrecht eingesperrt.Warum eigentlich? Warum lehnen die mich denn ab? - Mich, den anst?ndigen jungen Deutschen, der einen ordentlichen Beruf gelernt hat und obendrein nicht so schlecht aussieht?Wir haben zusammen in einer Maschinenfabrik in der Abteilung Einkauf gearbeitet. Wir sahen uns jeden Tag. Zuerst habe ich mich in ihre sch?nen, schlanken und schwarzen Finger verliebt, die in unglaublichen Geschwindigkeiten ?ber die Tastatur der Kugelkopf-Schreibmaschine schwebten. Ihre Augen funkelten wie Herzkirschen und ich, der gro?e schlanke Schwabe, habe mich in dieses kleine, h?bsche griechische M?dchen verliebt. Es war damals ganz einfach um mich geschehen.
Die griechische FamilieEs ist 7 Minuten vor 13 Uhr. Wie kam es dazu, dass sich alles so zuspitzte?Einige Wochen vorher haben Bekannte von Marinas Eltern uns beim gemeinsamen Spaziergang in unserer Mittagspause gesehen. Eine andere M?glichkeit hatten wir gar nicht, uns zu treffen. Sie durfte am Abend nicht ausgehen - ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder, der immer unterwegs war. Aber ein 19-j?hriges griechisches M?dchen? Undenkbar!Kurz zuvor ist in dieser Firma etwas vorgefallen. Ein griechischer Mitarbeiter hatte eine deutsche Frau bel?stigt, und sofort kamen unsch?ne Diskussionen auf. Auch Marina war pl?tzlich Fragen ausgesetzt. Ob alle griechischen M?nner so w?ren? Sie war nat?rlich getroffen und verletzt. Tr?nen liefen ?ber ihre Wangen. Was sollte sie dazu sagen? Sie kannte den griechischen Mann ja kaum (au?er ihren Bruder und Vater).Die ausl?nderfeindliche Bemerkung empfand ich als unangemessen und ungerecht, nicht nur, weil ich schon l?nger ein Auge auf Marina geworfen hatte. Aber die erwies sich als meine pers?nliche Steilvorlage, die ich schnell zu meinem Vorteil zu nutzen wusste. Ich steckte ihr einen Zettel in ihre Manteltasche mit der Nachricht, dass ich solche ?u?erungen nicht richtig finde, dass ich nichts gegen Ausl?nder habe und dass ich sie au?erdem sehr sympathisch finde. Ein paar Stunden sp?ter wurde dieser Zettel dann auch gefunden, gl?cklicherweise von ihr und nicht von ihren Eltern. Wobei dies bei dem sp?teren Drama wohl kaum einen Unterschied gemacht h?tte ...Tage sp?ter war in unserer Abteilung ein kleiner Umzug notwendig und alle Mitarbeiter waren im Einsatz. Marina war mir pers?nlich dabei eine gro?e Hilfe. Da erkannte ich meine Chance. Eine Einladung zu einem privaten Ausflug bot sich regelrecht an. So gedacht, so getan!Aber wie 'verkaufen# wir den geplanten Ausflug ihren Eltern, damit sie ihre Genehmigung erteilen? Kurz ?berlegt, machten wir daraus einen Abteilungsausflug, und dieser Plan ging auf. Die Anzahl der Teilnehmer bestand eben nur aus uns zweien. Als Ausflugsziel habe ich Ludwigsburg auserkoren: Bl?hendes Barock und M?rchengarten - Romantik pur!
Product details
Binding:
Paperback
Edition:
1
Number of Pages:
284
Publication Date:
2018-07-27
Publisher:
Kinzel, Manuela Verlagsgr
Languages:
Original: German
ISBN10:
3955440974
ISBN13:
9783955440978
Weight:
326 g
Height:
128 cm
Width:
190 cm
Thickness:
20 cm
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