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Die Sachsenkriege Karls des Großen. Wie der Zweck die Mittel heiligte
By Kevin Weigt
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Aus dem hier kurz skizzierten Verlauf, den es im zweiten Kapitel näher zu betrachten gilt, ergibt sich zwangsläufig die Frage, warum Karl unter allen Umständen und unter bewusster Inkaufnahme eines enormen Verlustes ¿ sowohl an Menschen als auch an Ressourcen ¿ die Intention verfolgte, das benachbarte Volk der Sachsen zu besiegen. Um diese Frage klären zu können, darf man den Konflikt nicht bloß vor dem Hintergrund der Profanpolitik betrachten, sondern muss die religionspolitische Komponente, welche die entscheidendere war, miteinbeziehen. Karl der Große verstand sich nämlich nicht bloß als Kriegskönig, wie es auch für alle anderen frühmittelalterlichen Könige typisch war, sondern sah sich ferner als Beschützer bzw. Anführer der Christenheit, respektive als von Gott eingesetzter Herrscher, dem es oblag, den Glauben zu verteidigen. Unter Betrachtung dieses Sachverhalts lässt sich das Handeln des Frankenkönigs besser nachvollziehen. Eine Niederlage gegen die paganen Sachsen hätte den Eindruck erweckt, dass er die Gunst Gottes nicht mehr länger erhielt und somit kein legitimer König mehr war, was ihn die Unterstützung des fränkischen Volkes und seines Heeres gekostet hätte.
Product details
- Binding:
- Paperback
- Edition:
- 1
- Number of Pages:
- 24
- Release Date:
- 2021-03-17
- Publication Date:
- 2021-03-17
- Publisher:
- GRIN Verlag
- Languages:
- Published: German, Original: German
- ISBN10:
- 3346322475
- GPSR Manufacturer Reference:
- [email protected]
- Weight:
- 45 g
- Height:
- 21 cm
- Width:
- 14.8 cm
- Thickness:
- 0.1 cm
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