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Kernberg, Otto: Liebe und Hass
Die Psychodynamik von Liebe und Hass spielt eine entscheidende Rolle für die Gestaltung unbewusster Konflikte. Auf der Grundlage von Entwicklungspsychologie und Persönlichkeitsentwicklung untersucht der bekannte Psychoanalytiker Otto F. Kernberg die Dispositionen fundamentaler Affekte wie Liebe und Hass und stellt dar, welche Formen diese Konflikte annehmen können und welche pathologischen Interaktionsmuster ihnen zugrunde liegen.
Ein Schwerpunkt der Vorlesung liegt dabei auf der Behandlungstechnik im Umgang mit Liebe und Hass sowie anderer Affekte wie etwa Neid oder Eifersucht. Kernberg stellt u. a. dar, wie Verliebtsein entgegen der landläufigen Meinung in einer liebevollen Beziehung auf Dauer zum Tragen kommen kann, oder wie ein Paar die volle sexuelle Liebe entwickeln kann; dafür muss es die besonderen Aspekte seiner Sexualität finden, die es zufriedenstellen, und langsam eine Freiheit herstellen, in der die Partner gegenseitig ihre Wünsche und Phantasien zum Ausdruck bringen.
Prof. Dr. Otto F. Kernberg (*1928 in Wien) ist Leiter des Instituts für Persönlichkeitsstörungen, Cornell University, New York, und Psychiater, Psychoanalytiker und klinischer Forscher. Von ihm stammen wichtige Beiträge zur Entwicklungspsychologie und zur psychoanalytischen Untersuchung von Gruppen und Organisationen. Kernberg gilt weltweit als Spezialist für schwere Persönlichkeitsstörungen. Er war lange Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung.
Fünftägige Vorlesungen im Rahmen der Lindauer Psychotherapiewochen "Trotz allem: Liebe" / "Trotz allem: Familie" vom 17. - 29. April 2011 in Lindau, ca. 229 MIn. auf 1 MP3-CD
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