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Ich habe manchmal an mein Grab gedacht...

Ich habe manchmal an mein Grab gedacht... Film, Art & Culture

Ich habe manchmal an mein Grab gedacht...

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Description
Der fr?he Tod von Paula Becker-Modersohn im November 1907 r?hrt viele ihrer Bewunderer noch heute. Nach wie vor ?bt ihr Grab auf dem idyllisch gelegenen Worpsweder Friedhof eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Viele Geschichten ranken sich um die Entstehung des von Bernhard Hoetger geschaffenen Monuments. Manches ist frei erfunden, anderes entspricht den Tatsachen. Obwohl schon wenige Monate nach Paulas Tod geplant, war das Grabmal erst im Sommer 1919 - also nach zw?lf Jahren - fertiggestellt. Welche Widerst?nde und Begebenheiten f?hrten zu dieser Verz?gerung? Was veranla?te zum Beispiel Heinrich Vogeler im Jahre 1911 dazu, selbst einen Entwurf f?r die Gestaltung von Paulas Grabst?tte vorzulegen? Und warum kam der Worpsweder Kirchenvorstand im selben Jahr zu dem Schlu?, die Gemeinde w?rde an dem Denkmal Ansto? nehmen und lehnte daher den Antrag auf Errichtung eines Monumentes ab? Was zun?chst einfach zu l?sen scheint, erweist sich schon bald als eine fast "endlose Geschichte" mit offenem und ungewissem Ausgang. Die Grabst?tte wirkt, als sei sie in einen Dornr?schenschlaf gefallen. Die Schriftstellerin Maria Benemann schreibt im August 1913 ?ber Paulas Grab: "Kein Mensch kannte es. Es ist sehr stimmungsvoll, ein einfacher runder Sandstein, das Ganze mit wilden Rosen umrankt." Zwar kommt dank der energischen Aktivit?ten von Paulas ?ltestem Bruder im Sommer 1915 Bewegung in die Sache - das Hoetger-Monument befindet sich bereits in verpacktem Zustand auf dem Hof einer Bremer Spedition -, der Worpsweder Kirchenvorstand stellt sich aber erneut quer und f?rchtet, "da? das Grabdenkmal, falls es aufgestellt w?rde, ein starker Anziehungspunkt f?r die Worpswede zahlreich besuchenden Fremden werden k?nne, wobei die Gefahr besteht, da? dadurch gottesdienstliche Handlungen gest?rt und der Friedhof profaniert wird." Fritz Mackensen, Mitbegr?nder der Worpsweder Malerkolonie, vermittelt und hat Erfolg. Im Sommer 1916 steht das Denkmal an seinem vorgesehenen Platz - allerdings unvollst?ndig. Es sollte weitere drei Jahre dauern, bis die Grabst?tte sich endlich in einem fertigen Zustand pr?sentierte. Aber Hoetger hatte das Monument ver?ndert und sich nicht an den vereinbarten Entwurf gehalten...Und Paula? Schweigend mu?te sie ?ber sich ergehen lassen, da? Borniertheit, "Totenehrung, Kunst und Gesch?ftssinn" sie nicht zur Ruhe kommen lie?en. H?tte sie etwas sagen k?nnen, es w?re bestimmt mehr gewesen als nur: "Ich habe manchmal an mein Grab gedacht..." Inzwischen schreitet der Verfall des Gedenksteins voran. Tut man nichts dagegen, wird man schon bald nicht mehr wissen, wo Paulas Grabdenkmal einmal gestanden und wie es ausgesehen hat.
Product details
Edition:
1
Number of Pages:
77
Publication Date:
2005-05-28
Publisher:
Donat Verlag, Bremen
Languages:
Original: German
ISBN10:
3938275014
ISBN13:
9783938275016
Weight:
177 g
Height:
125 cm
Width:
217 cm
Thickness:
8 cm

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