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Verbrechensopfer

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Verbrechensopfer

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Description
Lange Zeit stand der T?ter im Vordergrund aller kriminalpolitischen und strafrechtlichen Bem?hungen um eine angemessene Antwort auf Verbrechen und ihre Folgen. Das Opfer kam argumentativ nicht vor. Es handelte sich im wesentlichen um eine Zweierbeziehung zwischen T?ter und Strafrecht. Es ging darum, dem T?ter gerecht zu werden, und im Komplex von Schuld und Strafe galt der T?ter vielen als das eigentliche Opfer, n?mlich als Opfer staatlicher Vergeltungsma?nahmen. Das Verbrechensopfer selbst hingegen, dessen Anspruch auf Gerechtigkeit der Staat im Namen des Gewaltverbots gleichsam "enteignet" und in die eigene Hand nimmt, trat an den Rand des Blickfelds. Heute ist das anders geworden. Nicht Freiheit vor staatlichen ?bergriffen, sondern Sicherheit vor Kriminalit?t beherrscht die Diskussion, und ein opferorientiertes Strafrecht gewinnt zunehmend an Boden. Der Staat ist in unserer Wahrnehmung heute eher Schutzmann als Kerkermeister. Dieser Wandel wirft zahlreiche Probleme auf, denen Winfried Hassemer und Jan Philipp Reemtsma in ihrem Buch nachgehen. Sie lassen sich auf eine einzige Frage zuspitzen: Ist die T?terorientierung des Strafrechts ein unverzichtbares Kennzeichen des Rechtsstaats und ein Gebot unserer Verfassung? In ihrer differenzierten Analyse, die juristische und rechtspraktische Aspekte ebenso einbezieht wie moralphilosophische und kulturhistorische, gewinnt ein Programm Konturen, das den Anspr?chen von Verbrechensopfern auf Einbeziehung in die Aufmerksamkeit von Strafrecht und Kriminalpolitik st?rker als bislang Rechnung tr?gt.
Product details
Edition:
1
Number of Pages:
190
Release Date:
2002-09-24
Publication Date:
2002-09-24
Publisher:
C.H. Beck
Languages:
Original: German
ISBN10:
3406495656
ISBN13:
9783406495656
Weight:
339 g
Height:
128 cm
Width:
212 cm
Thickness:
21 cm
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