Placeholder text

Majdanek. Reportage eines Prozesses

Majdanek. Reportage eines Prozesses

0 - Used - good
Description
Der Majdanek-Prozeß unterscheidet sich von allen anderen NS-Prozessen nicht nur durch seine Länge. Er wurde durch einige Verteidiger zu einem Prozeß der Skandale. Unterschwellig, gelegentlich auch offen vorgetragener Rassismus, Verzögerungsanträge, rechtsextremistische Aktivitäten brachten ihn in die Schlagzeilen der internationalen Presse. Hierzulande dagegen blieb er lange Zeit nahezu unbeachtet. Um dem abzuhelfen, wurde diese Prozeßreportage geschrieben. Aufzeichnungen eines Journalisten, der sich die Freiheit nimmt, subjektiv zu urteilen, zu beschreiben, zu werten.
Majdanek ist ein Teil der polnischen Stadt Lublin. Dort errichtete die SS im Sommer 1941 ein Lager für sowjetische Kriegsgefangene. Kriegsgefangenenlager hieß es bis 1943. Tatsächlich wurde das Lager aber bald nach der Einlieferung der ersten Häftlinge zur größten Mordfabrik nach Auschwitz-Birkenau.
In Majdanek sind mindestens 250000, wahrscheinlich mehr als eine Million Menschen ermordet worden - vor allem Juden.
Nach der Befreiung im Sommer 1944 stellten die Polen einige der SS-Schergen bereits am 27. November desselben Jahres in Lublin vor ein Gericht. Der erste Prozeß wegen der Verbrechen in Majdanek vor einem deutschen Gericht wurde erst am 26. November 1975 vor der 17. Großen Strafkammer des Landgerichts Düsseldorf eröffnet. Er entwickelte sich zum längsten Strafverfahren der Nachkriegsgeschichte. In Majdanek sind Menschen aus mehr als fünfzig Nationen gehetzt, geschlagen, getreten, gewürgt, gehenkt, ertränkt, die meisten in Gaskammern erstickt worden. Verbrechen, über die kein Gras wachsen darf.
Product details
Binding:
Paperback
Number of Pages:
188
Publication Date:
1979
Publisher:
Europäische Verlagsanstalt.
Languages:
Published: German
ISBN10:
3434004130
Currently sold out