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Steuerliche Liebhaberei und Subjektbezug der Einkünfteerzielungsabsicht
Steuerliche Liebhaberei und Subjektbezug der Einkünfteerzielungsabsicht
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Description
Die Arbeit stellt die Grunds?tze der Liebhaberei und deren Bedeutung im Steuerrecht unter Ber?cksichtigung der Vielzahl von Urteilen und Literaturstimmen der letzten Jahre zusammenfassend und systematisierend dar und unterzieht insbesondere aktuelle Entwicklungen einer kritischen Hinterfragung. Ausgehend von der dogmatischen Grundlage der Eink?nfteerzielungsabsicht, als welche das objektive Nettoprinzip als Konkretisierung des Leistungsf?higkeitsprinzips identifiziert wird, werden einheitliche Pr?fungsgrunds?tze entwickelt, die im Rahmen aller Einkunftsarten gleicherma?en g?ltig sind.
Schwerpunkt der Arbeit ist die Behandlung der im Rahmen der Liebhabereipr?fung aufzustellenden Totalerfolgsprognose, insbesondere die Bestimmung der zeitlichen Grenzen der ma?geblichen Totalperiode. Behandelt werden die verschiedenen M?glichkeiten einer objekt- bzw. subjektbezogenen Beschr?nkung der Totalperiode, wobei sich die letztere insbesondere aufgrund einer Befristung des Engagements des Steuerpflichtigen ergeben kann. Eine der umstrittensten Fragen ist in diesem Zusammenhang, ob es auch auf das Lebensalter im Zeitpunkt des Beginns einer T?tigkeit ankommen kann, um im einen Fall die Eink?nfteerzielungsabsicht zu bejahen und sie im anderen zu verneinen. In der Literatur wird zunehmend vertreten, diese Problematik sei mittels einer "personen?bergreifenden" Totalerfolgsprognose zu bew?ltigen, in welche auch die durch unentgeltliche Rechtsnachfolger erzielten Eink?nfte einzubeziehen seien (vgl. Valentin in DStR 2001, 505). Auch der BFH hat sich in einem j?ngst ergangenen Urteil ausdr?cklich f?r eine subjekt?bergreifende ?berschussprognose ausgesprochen, wobei allerdings zwischen personen- und objektbezogenen Einkunftsarten differenziert wurde (v gl. BFH v. 16.09.2004, X R 29/02, DStR 2005,326).
Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass eine personen ?bergreifende Betrachtung im Rahmen der Totalerfolgsprognose vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Individualbesteuerung unzul?ssig ist. Sinn und Zweck der Totalerfolgsprognose ist die Feststellung, ob sich ?ber die Gesamtdauer der T?tigkeit des individuellen Steuerpflichtigen voraussichtlich ein dessen eigene steuerliche Leistungsf?higkeit erh?hender positiver Saldo ergeben wird, der die Ber?cksichtigung der Anfangsverluste als "Erwerbsaufwendungen" rechtfertigt. Der Prognosezeitraum kann daher maximal die Lebens- bzw. Lebensarbeitszeit des einzelnen Steuerpflichtigen umfassen, so dass auch dessen Lebensalter zu ber?cksichtigen ist.
Die zur Rechtfertigung einer personen?bergreifenden Betrachtung herangezogene "Nachfolgethese", wonach der Erbe einkommensteuerrechtlich umfassend die Position des Erblassers fortsetzt, findet in den steuerlichen Vorschriften hingegen keine St?tze. Gerade im Hinblick auf die Pr?fung der Eink?nfteerzielungsabsicht kann diese vor dem Hintergrund, dass mittels des subjektiven Tatbestandsmerkmals eine Besteuerung entsprechend der individuellen steuerlichen Leistungsf?higkeit und eine gerechte Lastenverteilung sichergestellt werden sollen, nicht herangezogen werden.
Product details
- Binding:
- Paperback
- Edition:
- 1
- Publication Date:
- 2005-05-31
- Publisher:
- Shaker Verlag
- Languages:
- Original: German
- ISBN10:
- 3832239960
- ISBN13:
- 9783832239961
- Weight:
- 327 g
- Height:
- 149 cm
- Width:
- 210 cm
- Thickness:
- 19 cm
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