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Thüringer Chronik - Von den Anfängen bis 1842
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Inhalt:
Erstes Buch (Seite 1-65)Urzeit Th?ringens bis zum Tode Karls des Gro?en.Zweites Buch (Seite 66 - 130)Karls des Gro?en Tode bis zur Herrschaft der Kaiser aus dem s?chsischen Hause u.d. ersten Marktgrafen.Drittes Buch (Seite 131 - 192)Von der s?chsischen Kaiser und ersten Markgrafen Herrschaft bis zur Einf?hrung der landgr?fischen W?rde in Th?ringen.Viertes Buch (Seite 193 - 276)Von der Einf?hrung der landgr?fischen W?rde in Th?ringen bis zur Tode der heiligen Elisabeth.F?nftes Buch (Seite 277- 326)Von dem Tode der heiligen Elisabeth bis zum Anfall des Th?ringerlandes an die Markgrafen von Mei?en.Sechstes Buch (Seite 327 - 395)Anfall des Th?ringerlandes an die Markgrafschaft Mei?en bis zu Friedrich des Freudigen Tode.Siebentes Buch (Seite 396 - 449)Von Friedrich des Freudigen Tode bis zu dem th?ringsch-hessischen Erbvertrag.Achtes Buch (Seite 450 - 516)Th?ringisch-hessischen Erbvertrage bis zur Vertheilung des Th?ringerlandes unter Friedrich`s des Sanftm?tihigen S?hne, Ernst und Albert.Neuntes Buch (Seite 517 - 572)Von der Vertheilung des Th?ringerlandes unter Fried-rich's des Sanftm?tigen S?hne, Ernst und Albert, bis zum Bauernkrieg.Zehntes Buch (Seite 573 - 634)Von dem Bauernkriege bis zu Luthe's TodeElftes Buch (Seite 635 - 692)Von Luther's Tode bis zur Landestheilung zwischen dem Herzog Johann Wilhelm u.seinen Bruderss?hnen.Zw?lftes Buch (Seite 693 - 750)V.d.Landestheilung zwischen dem Herzog Johann Wilhelm und seinen Bruders?hnen bis zum Westph?lischen Frieden.Dreizehntes Buch (Seite 751 - 818)Vom westph?lischen Frieden bis zum Ausbruch des siebenj?hrigen Krieges.Vierzehntes Buch (Seite 819 - 878)Vom Ausbruch des siebenj?hrigen Krieges bis zur neusten Zeit (1842)
Einleitendes VorwortSieben und zwanzig Jahre sind verflossen, seitdem eine wundersame F?gung des Himmels mich aus meiner Heimath, vom fernen Ostseestrande an die Ufer der Saale rief, und mich so dem Lande zur?ckgab, dem ich meiner Abstammung nach angeh?re, und in welchem selbst mein Name noch wiederklingt.Ich meine Th?ringen, in alten Schriftdenkmalen D?ringen oder D?ringen gehei?en. Ihr habt mich freundlich empfangen in eurer Mitte und ich habe viel Liebes und Gutes unter euch genossen. Das haben wohl auch manche Andere empfangen. Mir aber war es immer, als ob ich mich in irgend einer Weise daf?r erkenntlich zeigen m?sste, und oft sann ich dar?ber nach in einsamen Stunden.La?t mich meinen Dank abtragen mit dem vorliegenden Buche. Es ist die Frucht mehrj?hrigen Flei?es, und, wenn mich meine Eigenliebe nicht t?uscht, mit der Sorgfalt entworfen und ausgef?hrt, die mir die Begeisterung f?r den gew?hlten Gegenstand einhauchte. Nach noch erhaltenen Zeitb?chern, Sagen, Liedern und andern Schriftdenkmalen habe ich versucht, diese Th?ringer Chronik zu entwerfen, von dem vierten Jahrhundert an bis zur Gegenwart, von dem rohen Naturzustande des Volks als J?ger und Hirten in dem Waldgebirge und an den Ufern der Saale, der Gera und Werra bis zu der nach mannigfachen K?mpfen und wechselvollen Schicksalen errungenen Culturstufe im neunzehnten Jahrhundert. M?hevoll, aber reich belohnend war es f?r mich, zu forschen in den vaterl?ndischen Geschichten, und den Geist der Ahnen hervorzurufen aus der Vergangenheit. Dabei begeisterte mich der Gedanke, in dem Leben und den Thaten der V?ter, in ihrem Heldenmuth, ihrem Gemeinsinn, ihrem Patriotismus und ihren sonstigen l?blichen Eigenschaften und Tugenden ein lebendiges Vorbild auszustellen, zur Ermunterung und Nachahmung f?r die Enkel. Tr?stend und belehrend, aber auch warnend und drohend ist der R?ckblick in vergangene Zeiten. Die Geschichte eines Volks ist der treueste Spiegel menschlicher Tugenden und Schw?chen. Sie zeigt in klarem Bilde, was der Einzelne mit Vernunft, Besonnenheit und Tugend erreicht, und was ihm misslungen durch Verkehrtheit, Leidenschaft und Ruchlosigkeit.Kaum bedarf es noch eines Beweises, dass unter allen V?lkern der Erde die Deutschen von jeher sich r?hmlich hervorgethan durch Heldenmuth und Tapferkeit, durch Fr?mmigkeit, Redlichkeit, Treue und anderweitige Eigenschaften und Tugenden, die den Menschen wahrhaft adeln. Dieser allgemeine Grundcharakter des deutschen Volks ist ausgepr?gt in jedem Stamm, am unverkennbarsten und herrlichsten aber unter den Bewohnern des Th?ringerlandes. Ihre Geschichte zeigt, wie sie oft unterdr?ckt und eben so oft wieder befreit, nicht ?berm?thig geworden im Gl?ck und nicht verzagt im Ungl?ck, und wie sie drohenden Gefahren muthig Trotz geboten, in frommer Ergebung und mit festem Vertrauen auf des Himmels Schutz. Es giebt viele V?lker, gr??er an Macht und Reichthum, aber wenige, die durch Redlichkeit und Tugend, durch treue Anh?nglichkeit und Aufopferung f?r ihren F?rsten, durch Gen?gsamkeit und lang erhaltene Sitteneinfalt, sich so ausgezeichnet als die Th?ringer. So m?ge denn ihre Geschichte, die diese Chronik treu und einfach erz?hlt, m?ge die Darstellung ihrer K?mpfe und Siege, das Gem?lde ihrer Freuden und Leiden, die Schilderung ihrer Helden und Weisen zur Belehrung und Nachahmung dienen f?r alle Zeiten.Sollte diese Chronik, wie es in dem Plan des Verfassers lag, ein allgemeines Volksbuch werden, ein werther Familienschatz, bestimmt, die Lehren einer mehrhundertj?hrigen Erfahrung getreulich zu vererben von dem Vater auf den Sohn und Enkel, so musste das Buch in der einfachen Schreibart und kindlichen Darstellungsweise abgefasst werden, die das Volk liebt, weil sie seinen Begriffen und Vorstellungen gem??. Der Verfasser einer gleichzeitig begonnenen th?ringischen Chronik hat diese Einfachheit durch den Glanz der Rede und durch einen schw?lstigen Romanstyl zu ?berbieten gesucht, und eine ihm geneigte Partei hat auch die unerlaubtesten und geh?ssigsten Wege nicht verschm?ht, durch Hervorhebung einiger von Druckfehlern entstellten Seiten, und durch andere unbegr?ndete Ausstellungen, die vorliegende Chronik als ein fl?chtig gearbeitetes und unkritisches Werk in Verruf zu bringen. Den eingeschlichenen Druckfehlern ist durch Cartons abgeholfen worden. Neid und Missgunst aber bestrafen sich meistens selbst, und es ist, als ob auf Werken, die durch solche Mittel sich geltend zu machen suchen, gar kein rechter Segen ruhe. So ist denn jene Chronik nach geraumer Zeit nicht weiter gediehen, als bis zum ersten Heft, w?hrend das vorliegende Buch fr?hlich fortgeschritten und sein vorgestecktes Ziel erreicht hat. Angriffe dieser Art, aus der unlautersten Quelle geflossen und ?berreichlich gespendet in der Arnst?dter Zeitschrift Thuringia, die durch solche Mittel eine Bedeutsamkeit zu gewinnen, und ihr kurzes Dasein zu fristen sucht, k?nnen dem unterzeichneten Verfasser schwerlich schaden in der Achtung des Publikums, auf die er stolz ist, und die er nie leichtsinnig verscherzt zu haben glaubt. Von dem wahren Beruf eines Autors hat er eine zu hohe Meinung und eine zu bescheidene von sich und seinen Talenten, als dass er hier einer Vertheidigung seiner Schriften und namentlich dieser Chronik bed?rfte. Er ?bergiebt sie ohne alle Anspr?che der Zeit und Billigkeit des Publikums. (Jena im Februar 1842 Dr. Heinrich D?ring.)
Product details
Edition:
2
Number of Pages:
894
Release Date:
2011-01-17
Publication Date:
2011-01-31
Publisher:
Rockstuhl Verlag
Languages:
Original:
German
ISBN10:
3936030898
ISBN13:
9783936030891
Weight:
1244 g
Height:
158 cm
Width:
218 cm
Thickness:
53 cm
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