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Tage in Asmara.
1985. In Äthiopien herrscht eine Hungersnot. Zahlreiche Helfer machen sich auf den Weg, unter ihnen eine kleine Gruppe Franzosen. Sie lassen sich nieder in Asmara, einer Stadt, die noch unberührt scheint vom Krieg um Macht und Nahrungsmittel.
Ihre Ankunft bleibt nicht unbemerkt: Hilarion Grigorian, »Arrnenier aus Afrika, der dieses Jahrhundert begleitet, seit es zwei Jahre alt ist, Waffenhändler im Ruhestand «, jedenfalls ist froh, junge Leute um sich zu haben. Er freundet sich mit dem Arzt Gregoire an, der schließlich fast jeden Tag bei ihm zu Abend isst und ihm seine Erlebnisse anvertraut.
Gregoires anfängliche Freude über Fortschritte beim Bau der medizinischen Station schlägt um in Entsetzen, als erste Flüchtlinge eintreffen, die noch in Sichtweite der Retter sterben. Und dieser Horror wandelt sich in Zorn, als Gregoire das Ausmaß der Unverfrorenheit der Regierung erkennt - und als die Frau, die er liebt, ins Gefängnis kommt: Sie soll erst freigelassen werden, wenn die Helfer abziehen ...
Gregoire sucht Hilfe bei Hilarion Grigorian. Und wirklich scheint der verschlagene Alte einen Ausweg aus der Krise zu kennen. Doch spielt auch er bei aller Freundschaft ein doppeltes Spiel.
Der Bericht des alten Armeniers, dem Jean-Christophe Rufin authentisches Erleben und eigene Erkenntnisse in die Feder diktiert hat, überrascht nicht nur wegen seines hintergründigen Humors, sondern auch, weil Rufin uns die Wirklichkeit der Entwicklungshelfer einmal ohne Tabus und Klischees vor Augen führt.
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