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Please, hold the line
By Ulrich Baron
KLAPPENTEXT
»Ich liebe das Telefon«, heißt es in Nicholson Bakers berühmtem Roman Vax, und Marcel Proust (in der Suche nach der verlorenen Zeit) und Walter Benjamin (in Berliner Kindheit um Neunzehnhundert) erklärten den Apparat zu ihrem »Zwillingsbruder« .
Zuneigung, Gleichgültigkeit und Haß begleiten seit jeher dieses segensreiche Kommunikationsmittel, das in Zeiten des Handys und des Anrufbeantworters zu ungeahntem Einfluß kommt. Kein Wunder also, daß das Telefon, das indirekte Medium, sich allenthalben in der Weltliteratur eingenistet hat. Bei Franz Kafka zum Beispiel, bei Michail Bulgakow, Ingeborg Bachmann. Patricia Highsrnith, Adolf Bndler, Karl Kraus und natürlich bei Karl Valemin. dessen Buchbinder Wanninger so gerne den richtigen Gesprächspartner gefunden hätte.
Please, hold the line - ein kurzweiliges Lesebuch zum Telefon, zusammengestellt von Ulrich Baron, Literatur- und Sachbuchredakteur beim » Rheinischen Merkur«
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