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Liebesmythen und ihre Funktion

Liebesmythen und ihre Funktion Music

Liebesmythen und ihre Funktion

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Vortrag, Paartherapie-Kongress, 23. bis 25. September 2004 in Zürich. Es ist schwer, die Liebe in wenigen Sätzen zu erklären oder etwas Konkretes zur Liebe zu finden. Weder Biologie oder Medizin haben es bisher geschafft, den Zustand der Liebe zu erklären und begreifbar zu machen. Liebe wird vielmehr nur in Geschichten, Erzählungen und Mythen nachvollziehbar. Warum das so ist, macht der Familientherapeut und Publizist Arnold Retzer in diesem Vortrag deutlich. Er versucht darzustellen, was in Paarbeziehungen passiert und wie es erlebt wird. Die Liebesbeziehung hat eine ganz eigene charakteristische Funktion, die sich von anderen Funktionssystemen in unserer Gesellschaft unterscheidet. Der Liebesmythos hat hierbei zwei wesentliche Funktionen: die exklusive und die inklusive Funktion. Die ausschließende Funktion des Liebesmythos bedeutet Abgrenzung von Anderem gegenüber Eigenem. Dritte werden aus der Liebesbeziehung ausgegrenzt, die Umwelt wird teilweise sogar ganz ausgeblendet. „Dort wo das Kollektiv beginnt, endet das Liebespaar“. Eine wichtige Abgrenzung zu anderen sind auch das Geheimnis und das Verratsverbot zwischen Liebenden. Die inklusive bzw. einbindende Funktion des Liebesmythos sorgt dafür, dass die entzauberte Welt wieder verzaubert wird. Durch den liebenden Blick des Anderen wird man verzaubert, eine sinnvolle, ganze individuelle Identität entsteht und gibt einem Sicherheit. Darum: Wer liebt, verliert sich erst selbst im Anderen, um sich dann in ihm wieder zu finden. 1 CD, 47 Min., Jewel-Box, ohne Cover.
Product details
Publication Date:
2004
Publisher:
Auditorium-Netzwerk
Languages:
Published: German
ISBN10:
383021510X
GPSR Manufacturer Reference:
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