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WestEnd 1/2022: Autofiktion und die Poetik der Singularisierung
WestEnd 1/2022: Autofiktion und die Poetik der Singularisierung
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Description
Seit einigen Jahren erregen »Autofiktionen« das Interesse der literarischen Öffentlichkeit. Das Stichwort beleuchtet das Phänomen vor dem Hintergrund des Prozesses, den der Soziologe Andreas Reckwitz »gesellschaftliche Singularisierung« nennt. In neueren Autofiktionen aus Skandinavien, den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland werden selbst Alltagsroutinen in den Stand des Authentischen und Einzigartigen gehoben. Autofiktionen brechen mit einer Grundannahme, die einst kennzeichnend für Fiktionen war: In all ihrer Partikularität blieben fiktionale Welten stets verallgemeinerbare Modelle von Wirklichkeit. Zeitgenössische Autofiktion hingegen bedient eine kulturelle Logik der Authentizität. Schlägt sich in der Autofiktion ein kultureller Leitwert der Identität nieder? Gilt dies auch für Texte, in denen ein soziologisch gehaltvolles Kollektiv im Zentrum steht? Stellt Autofiktion Mittel bereit, um das Paradigma der Authentizität zu kritisieren und zu unterlaufen?
Inhalt:
Studien
Rachel Cusk: Kann eine Frau, die Künstlerin ist, jemals nur Künstlerin sein?Benno Zabel: Politisches Erinnern und die Macht des Rechts. Zur gegenwärtigen Debatte um MenschheitsverbrechenFrancey Russell: Die Seele abbilden. Über Freuds Methodologie und Metapsychologie
StichwortAutofiktion und die Poetik der SingularisierungHg. von Johannes Völz
Johannes Völz: EinleitungClaus Elholm Andersen: Die Singularität der immerwährenden Gegenwart. Autofiktion nach der Finanzkrise und der Fall Karl Ove KnausgårdJohannes Völz: Affektlagen der Singularisierung. Tao Lin am Rande der ErschöpfungBarbara Carnevali: Das Selbst als die anderen. Über Rachel Cusks Outline-TrilogieJulika Griem: Autofiktion als Automobilität. Literarische Bewegungsbilder im kulturalisierten KlassenkampfHeinz Drügh: Von niedlichen Einhörnern, Hasen und Gemüse. Autofiktion als profane Ästhetik
Eingriffe
Robert Zwarg: Aus unsicherer Distanz. Über Silvia BovenschenDieter Boris: Felix Weil und das Institut für SozilaforschungKai-Olaf Maiwald: Statt eines Nachrufs. Zum Werk Ulrich Oevermanns (28.2.1940 - 11.10.2021)
Mitteilungen aus dem IfS
Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2022Internationale Siegfried Kracauer-Konferenz
Autorinnen und Autoren
Product details
- Binding:
- Paperback
- Edition:
- 1
- Number of Pages:
- 208
- Release Date:
- 2022-05-18
- Publication Date:
- 2022-05-18
- Publisher:
- Campus Verlag GmbH
- Languages:
- Original: German
- ISBN10:
- 3593515709
- ISBN13:
- 9783593515700
- GPSR Manufacturer Reference:
- [email protected]
- Weight:
- 416 g
- Height:
- 166 cm
- Width:
- 237 cm
- Thickness:
- 17 cm
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