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Malion Quartett: Departure

Malion Quartett: Departure

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Description
Ab Ende September wird das Malion Quartett zum zweiten Mal als Headliner eines der ungewöhnlichsten Festivals der Welt auftreten: Eines, bei dem sie bei jedem einzelnen Konzert spielen. Das Projekt – realisiert mit einer Reihe von Mitstreitern (einschließlich dem Pianisten Kit Armstrong) – steht stellvertretend für dieses aufstrebende Ensemble, das die bestehenden Formate und Strukturen des klassischen Musikbetriebs nutzt, um aus ihnen neue Ideen zu entwickeln. Auch „Departure”, Nachfolger des vielgelobten Debüts, folgt diesem Ansatz. Das Album ist das Ergebnis einer Phase intensiver Reisen, die das Malion Quartett rund um den Globus führten. Begegnungen mit Fans, das Eintauchen in andere Kulturen oder einfach der Genuss lokaler Gerichte – sie alle manifestierten sich in dem Wunsch, auf ihrem zweiten Album weiter zu gehen als ihrem ersten. Und so setzen sie hier nicht nur ihre Erkundung des Streichquartett-Oeuvres Beethovens fort – sondern öffnen sich auch für neue Erkundungsreisen. Was die Malions auszeichnet, war schon immer ihre Herangehensweise an Interpretation und Probenarbeit. Alex, Miki, Lilya und Bettina fanden sich zu Beginn der Covid-Epidemie. Auftrittsmöglichkeiten waren rar, und so wurden ihre Proben zu Räumen, in denen sie nicht nur Musik spielten, sondern auch leidenschaftlich über diese diskutierten und reflektierten. Heute recherchiert das Quartett Stücke, indem es das Tempo radikal senkt, oder indem alle Musiker(innen) die Stimmen der anderen Instrumente spielen, um die Bedeutung der einzelnen Beiträge zu erfassen. So fühlt sich das, was einst alt erschien, plötzlich wieder frisch an. Das gilt auch für die Kombination aus Kernrepertoire und zeitgenössischen Stücken auf „Departure”. Beethoven ist hier erneut vertreten, diesmal mit seinem Streichquartett Nr. 7, op. 59/1 in F-Dur, dessen dritten Satz die Malions als "wahrscheinlich eines der melancholischsten Musikstücke, die je komponiert wurden" beschreiben. Ergänzt wird dieser Klassiker mit Szymanowskis noch immer schmerzlich unterrepräsentiertem ersten Quartett und Imogen Holsts "Phantasy Quartet", das idyllische Landschaften, poetische Märchenwelten, englische Folkmusik und französischen Impressionismus miteinander verwebt. Das mag es grundsätzlich schon vorher gegeben haben, aber in den Händen des Malion Quartetts fügt sich alles organisch zusammen. Es geht niemals darum, die klassische Musik zu etwas zu machen, was sie nicht ist, sondern sich ihr aus einem wahrhaft persönlichen Blickwinkel zu nähern. Das Ergebnis ist, genau wie ihr Festival, nicht nur ein Aufbruch für die Musiker. Es ist auch einer für alle, die ihnen dabei zuhören.
Product details
Publication Date:
2024-11-14
Publisher:
Solaire Records
Weight:
67 g
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