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Das Moneyfest

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Das Moneyfest

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Description
Seit einem halben Jahrzehnt steht die Welt staunend und zuweilen ersch?ttert vor der Beinahe-Kernschmelze des Finanzsystems und dem drohenden Bankrott ganzer Staaten. Der Zusammenbruch des Systems wurde bisher nur durch massive Hilfszahlungen und Haftungszusagen noch stabiler L?nder und in Euroland durch Subventionen ?ber die Geldzufuhr durch die weit ?ber ihr Mandat hinausgehende Europ?ische Zentralbank verhindert. Dies geschah allerdings zu Lasten des immer st?rker in die Pflicht genommenen und entsprechend verunsicherten Steuerzahlers: Der B?rger wurde weitgehend ungefragt zum B?rgen. Die Krise widerlegt die von Wirtschaft, Politik und der gro?en Mehrheit der Fach?konomen geteilte Weltsicht, dass eine zur?ckhaltende und auf das Eigeninteresse der privaten Akteure setzende Regulierung effiziente M?rkte und eher unverbindliche Selbstverpflichtungen, z.B. die Maastrichtkriterien mit maximal 3%iger Neuverschuldung, eine harmonische europ?ische Staatengemeinschaft herbeif?hren. Zwar erlie? und plant man nach den andauernden Turbulenzen einige kleindimensionierte Gesetze und b?rokratische Vorschriften auf nationaler (z.B. das Gesetz zum Hochfrequenzhandel in Deutschland), auf europ?ischer (z.B. Regeln zu Leerverk?ufen) und internationaler Ebene (z.B. Basel III zum Eigenkapital der Banken). Aus der Jahrhunderterfahrung hat man jedoch interessen- und ideologiebedingt keine grunds?tzlichen Lehren gezogen und es bisher entgegen offiziellen Verlautbarungen bei halbherzigen Ref?rmchen belassen: f?r den Hochfrequenzhandel ist keine alles entscheidende Mindesthaltedauer vorgesehen, Leerverk?ufe sind unter leicht einzuhaltenden Bedingungen weiterhin m?glich und die Eigenkapitalverpflichtungen sind auch bei Basel III im Minimalbereich von erforderlichen 3% der Bilanzsumme. Im Unterschied zu den vielen anderen Streitschriften, die oft eher beliebige und einseitige Reformempfehlungen aneinanderreihen, werden hier zun?chst die derzeit vorherrschenden Finanzmarkt-Theorien kurz, kritisch und auch f?r den Nichtfachmann verst?ndlich unter die Lupe genommen. Auf dieser Basis stellt dieses Buch die Systemfrage und entwickelt eine alternative Sichtweise, die die tats?chliche Instabilit?t der Finanzm?rkte und die daran zu messenden L?cken der bisherigen Finanzmarktreformen sichtbar macht. Ferner werden die Ursachen der europ?ischen Staatsschuldenkrise, die Schw?chen der "Rettungsschirme" (EFSF, ESM), der Fiskalpakt (Verschuldungsverbot) und die vielen neuen Reformvorschl?ge zu einer neuen Architektur der EU-Institutionen (Europ?isches Semester usw.) kritisch im ?berblick diskutiert. Des Weiteren werden die oft widerspr?chlichen und wankelm?tigen ?berlegungen und Entscheidungen der Politikerkl?rt, die zwischen Austerit?tssparen und Wachstumsprogrammen, zwischen Schuldenkollektivierung (Griechenland, Spanien) und Haftung durch die Gl?ubiger (Zypern), zwischen einer zentralen Bankenunion und dann doch wieder dem letzten Wort im nationalstaatlichen Rahmen usw. schwankt. Jenseits der ?blichen Diskussionsfronten zwischen Markt- und Staatsgl?ubigkeitwerden drastische, einfache, leichtverst?ndliche und robusteStrukturreformen vorgeschlagen: eine Vollgeldreform (Geldsch?pfung nur durch die Zentralbank), eine Gr??enbeschr?nkung f?r Banken, die auch institutionelle Trennung von Gesch?fts- und Investmentbanken, deutlich h?hereEigenkapitalanforderungen, die Aufgabe von Basel III mit seinen komplizierten Risikobewertungsmodellen, substantielle Beschr?nkungen des Derivatehandels, eine Finanztransaktions- und eine hohe einmalige Reichensteuer zum R?ckkauf der Staatsanleihen vorgeschlagen. Gefordert wird dieunabweisliche Schrumpfung des Finanzsektors, da es - wenn auch schwer genau zu bestimmende - Schuldenobergrenzen f?r Staaten, private Haushalte und (Finanz)Unternehmen gibt, ab denen die Bedienung der Zinsen und Tilgung aus nur m??ig steigenden Sozialprodukten in den entwickelten L?ndern zunehmend unm?glich wird. Oder sie sorgt f?r soziale Spannungen, da sie ohne markantes Wachstum nur ?ber Umverteilung nach oben oder weitere Schuldenberge (meist mithilfe der Zentralbanken) zu bedienen sind oder mehr oder weniger sichtbare und h?ufige Umschuldungen und Enteignungen erfolgen m?ssen, die auch Kleinsparer und die Mittelschichten z.B. ?ber Inflationsenteignungen treffen k?nnen. Schlie?lich brauchen wir ein soziales, demokratisches, ?kologisches und auf fairem Wettbewerb beruhendes Europa, in dem u.a. eine produktivit?tsorientierte Lohnpolitik und die Schaffung sinnvoller und den Lebensunterhalt sichernder Arbeitspl?tze zentrale Anliegen sind. Dies setzt nach Meinung des Verfassers neben einer konsequenten inneren europ?ischen Wettbewerbsordnung auch offensive Schutzz?lle gegen?ber unfairem sozialem und ?kologischem Dumpingwettbewerb nicht nur der Schwellenl?nder voraus. Die immer deutlicher zutage tretenden biosph?rischen Grenzen unseres Planeten lassen Wachstum nicht nur als L?sungsstrategie zur ?berwindung der Staatsschuldenkrise ("aus den Schulden herauswachsen"), sondern ?berhaupt zunehmend fraglich erscheinen. In der Besinnung auf eine neue Weichenstellung zu einer gesamteurop?ischen "Postwachstums?konomie", die z.B. auf eine durchschnittliche Schrumpfung des Ressourceneinsatzes in Europa auf ein Drittel in den n?chsten 15 Jahren abzielte, k?nnte die produktive Konsequenz aus den gegenw?rtigen Finanz- und Staatskrisen liegen. Sie beruhen n?mlich als gemeinsamem Kern ungeachtet unbestreitbarer Ungleichverteilung auf zu hohen, weltweit zu beobachtenden Konsum-, Produktions-, Gewinn- und Verm?genszuwachserwartungen. Zu unserem Gl?ck gilt die alte Erkenntnis Edmund Burkes: Wirklich wertvoll im Leben sind letztlich die Dinge, die man sich nicht kaufen kann! Das Moneyfest ist nicht f?r Experten geschrieben, sondern wendet sich an alle Menschen, denen das Allgemeinwohl von Mensch und Natur am Herzen liegt, an die Zivilgesellschaft und den B?rger auch als durchschnittlichen Steuerzahler. Ihnen steht die entscheidende letzte Antwort auf die Frage zu, wie ein Leben ohne Finanz- und Staatsschuldenkrisen in den nat?rlichen Grenzen unseres noch wundersch?nen blauen Planeten m?glich ist.
Product details
Binding:
Paperback
Edition:
2
Number of Pages:
184
Publication Date:
2015-06-30
Publisher:
Metropolis Verlag
Languages:
Original: German
ISBN10:
3731611406
ISBN13:
9783731611400
Weight:
273 g
Height:
134 cm
Width:
208 cm
Thickness:
17 cm
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