{"product_id":"elzbieta-stutz-rom-nicht-nur-fuer-goetter-9783961457755","title":"Rom - nicht nur für Götter","description":"Hinter sieben W?ldern, hinter sieben Fl?ssen ..., so beginnen gew?hnlich M?rchen, unabh?ngig davon, wo sie aufgeschrieben wurden. Aber die Stadt, von welcher ich erz?hlen m?chte, ist kein ausgedachter Ort, obwohl sie auf sieben Bergen errichtet wurde. Ihre Bewohner, wie auch die Scharen von Touristen, erfahren geradezu t?glich ihre Geschichte, die einem M?rchen gleicht, doch es ist keines. Als ich mich nach Rom aufmachte, hatte ich zahlreiche Zweifel: W?rde ich in dieser kurzen Zeit imstande sein, die interessantesten Orte zu besuchen? W?re ich von ihrem kulturellen Reichtum ?berfordert, k?nnte ich alles erfassen, kennenlernen und verstehen? Nach reiflicher ?berlegung kam ich jedoch zu dem Schluss, dass es immer eine wertvolle Erfahrung sein w?rde, egal wie viel ich von diesen unz?hligen Eindr?cken aufn?hme. Das Schicksal gab mir die Chance, auf diese Stadt mit den Augen einer Novitia zu schauen. Ich kam, um u. a. zu verstehen, warum man Rom die Ewige Stadt nennt. Eine theoretische Antwort auf diese Frage zu finden war, entgegen allem Anschein, keine so schwierige Aufgabe. Ich hoffe, dass die Hypothesen, die ich ausfindig gemacht habe, glaubw?rdig sind. Dazu im Folgenden ein kurzer R?ckblick in die Geschichte: Bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. verk?ndete der damalige r?mische Papst Albius Tibullus, dass diese nicht zu besiegende Stadt ewig ?berdauern w?rde. Dabei war er begeistert vom wirtschaftlichen Aufschwung Roms und der kampfstarken und unbesiegten Armee, die von m?chtigen Herrschern angef?hrt wurde. Arbeitete doch die Stadt Rom seit ihrer angenommenen Gr?ndung im Jahre 753 v. Chr. intensiv an ihrem Status einer Ewigen Stadt. Aus der Zeit, als sich am Ufer des Tiber, etwa 22 km von seiner M?ndung ins Tyrrhenische Meer, die auf den H?geln verstreuten Ansiedlungen der Bronze- und Eisenzeit verbanden, haben sich keine Dokumente erhalten. Nach der r?mischen Mythologie gr?ndete der Lateinerk?nig Askanius um 1152 v. Chr. die Stadt Alba Longa, und zwar unweit der Stelle, an der die Ewige Stadt entstanden sein soll. Heutige arch?ologische Untersuchungen weisen allerdings nicht eindeutig auf diesen Ort hin. Sicher ist jedoch, dass es auf der ?stlichen Seite des Tiber geschah, wo sich auch die sieben H?gel befinden: Palatin, Kapitol, Caelius Mons, Aventin, Esquilin, Viminal und Quirinal. Da erste Schriften zur Stadtgeschichte aus dem 2. Jh. v. Chr. stammen, st?tzt sich die Erw?hnung der Stadtgr?ndung im Jahre 753 v. Chr. auf die Legende der durch ein Wunder erretteten Zwillinge Romulus und Remus. Als Erwachsene trafen sie die Entscheidung, den Ort ihrer Errettung in fr?her Kindheit auch zum Ort der Gr?ndung der Stadt zu bestimmen. Wie oft geschehen, gerieten die Br?der miteinander in Konflikt bei der Frage, wem das Privileg der Namensgebung und Machtaus?bung zuk?me. Da nur einer die Regentschaft ?bernehmen konnte, suchten sie den Rat der G?tter, die den Streit vorurteilsfrei l?sen sollten. Nachdem gem?? der Voraussage zw?lf Geier auf den Palatinh?gel geflogen kamen, lautete das Urteil, dass Romulus zum Sieger und Remus zum Verlierer erkl?rt wurde. Romulus, nun Herrscher, legte die heiligen Grenzen der Stadt, genannt Pomerium, fest und umfasste sie mit einer Mauer und einem umgepfl?gten Grenzstreifen. Diesen betrat Remus eines Tages und verletzte damit das Grenzrecht. F?r Romulus war das ein Akt der Blasphemie und Verachtung, worauf er seinen Bruder t?ten lie?. Nicht ganz erkl?rlich ist, warum das hinter den Mauern liegende Terrain Roma quadrata genannt wird. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass die urspr?nglichen Bewohner in der Mehrzahl Unfreie und Verbrecher verschiedenster Art waren und die Stadt ein Konglomerat fremder V?lker wie Spanier, Celten, Araber, Juden, Griechen u. v. a. darstellte. Man kann deshalb auch sagen, dass sie aus kultureller Sicht keine ethnisch reine Stadt war. Gl?cklicherweise neigten die R?mer nicht zum Rassenkult und die Vermischung von Kultur, Tradition und Sitten ihrer Bewohner trug so zur Entwicklung des antiken Roms bei. Romulus herrschte 38 Jahre und wie das bei Legenden so ist, fand sein Leben ein mysteri?ses Ende: Lebend ging er in den Himmel ein und zwar w?hrend einer seiner Schlachten. Es gibt auf der Welt ?ltere Ansiedlungen als Rom, wie z. B. Tell Qaramel im S?dwesten Syriens. Materielle Beweisst?cke daf?r reichen bis ins 12. Jh. v. Chr. zur?ck. Doch diese Stadt ist heute nur ein Ausgrabungsort, ohne pulsierendes Leben, wie wir das in Rom vorfinden. Nach meiner Meinung ist die Prophezeiung, dass Rom eine Ewige Stadt ist, eingetreten. Einfach auf Grund der Tatsache, dass sie noch heute so genannt wird, noch heute besteht und voller Leben ist. Elzbieta St?tz, A.FIAP","brand":"Engelsdorfer Verlag","offers":[{"title":"Used - good","offer_id":53131575001430,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0925\/5829\/5382\/files\/product_image_9783961457755_1_3597fa0e-8ff3-46dc-854b-95668f808c45.jpg?v=1781604193","url":"https:\/\/www.momoxbooks.com\/products\/elzbieta-stutz-rom-nicht-nur-fuer-goetter-9783961457755","provider":"momoxbooks","version":"1.0","type":"link"}