{"product_id":"barbara-schrodl-das-bild-des-kuenstlers-und-seiner-frauen-9783894453367","title":"Das Bild des Künstlers und seiner Frauen","description":"Gegenstand der im Feld zwischen Kunstgeschichte, Filmwissenschaft, Forschungen zum Nationalsozialismus und dessen Nachwirkungen, sowie Gender Studies angesiedelten Untersuchung sind Spielfilme des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit, in denen K?nstlerfiguren eine zentrale Rolle spielen. Spielfilme wurden als Indikatoren f?r Entwicklungen im Bereich der Kunst gelesen und hinsichtlich des Ortes befragt, der K?nstlern und K?nstlerinnen im Prozess der Reorganisation der gesellschaftlichen und politischen Verh?ltnisse zugewiesen wurde. Mit der Konzentration auf den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit wird ein Zeitraum in den Blick genommen, in dem das Bild des K?nstlers Funktionen aufweist, die ?ber eine \"rein\" k?nstlerische Bedeutung hinausgehen. Der Kunst und insbesondere der Figur des K?nstlers kam in beiden Perioden breites Interesse und eine spezifische Faszination zu. Am Beispiel von Kunst und Kreativit?t wurden Konstruktionen von Geschichte wie auch Geschlechterkonstruktionen thematisiert. Im Spielfilm wurden dabei Aspekte dieser Diskurse ins Bild gesetzt, die an anderen Orten nicht ins Blickfeld gerieten. In der Untersuchung wird aufgezeigt, dass der Kunstdiskurs der Nachkriegszeit Argumentationsmuster aufweist, die bereits die nationalsozialistische Kunstpolitik bestimmt hatten. Der Spielfilm ist von besonderer Brisanz, da er in einer Kontinuit?t der ?sthetischen Urteile der nationalsozialistischen Kampagne \"entartete Kunst\" steht, w?hrend der hochkulturelle Diskurs durch eine partielle Rehabilitation \"der Moderne\" bestimmt war. In der vergleichenden Zusammenschau erweisen sich das popul?re Medium Kino und die Hochkultur als zwei Teilbereiche eines Diskurses, der an unterschiedlichen Orten polare Muster ausbildete, die sich gegenseitig kommentierten und einen gemeinsamen Gegenstand hervorbrachten: Eine Kontinuit?t des Nationalen in der Kunst. Methodisch konnte an Kracauers Rekonstruktion der Filmgeschichte als Mentalit?tsgeschichte (1947) angekn?pft werden, die mit psychoanalytischen und semiologischen Interpretationsverfahren erweitert wurde. Beschreibt man Spielfilme in Anschluss an Kracauer (1927) als \"Tagtr?ume der Gesellschaft\", lassen sie sich als Raum analysieren, in dem die im intersubjektiven Unbewussten niedergeschriebenen, sich in st?ndiger Umschrift befindlichen Erinnerungsspuren zirkulieren, und der zur Selbstbeschreibung einer nationalen Gemeinschaft beitragen kann.","brand":"Jonas Verlag F. Kunst U.","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":53682921210198,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0925\/5829\/5382\/files\/product_image_9783894453367_1_853b521d-d1c4-4e9f-bb3a-7fee0e5af4c4.jpg?v=1781744184","url":"https:\/\/www.momoxbooks.com\/products\/barbara-schrodl-das-bild-des-kuenstlers-und-seiner-frauen-9783894453367","provider":"momoxbooks","version":"1.0","type":"link"}