{"product_id":"angel-emile-ihr-bilder-die-lang-ich-vergessen-geglaubt-9783940760227","title":"\"... ihr Bilder, die lang ich vergessen geglaubt!\"","description":"\"Vielleicht tr?umte ich manchmal davon wegzulaufen, fort aus dieser engen, grauen Stra?e mit den hohen H?userfassaden. Sie kamen mir vor wie Felsw?nde, die mich gefangen hielten. Die Welt, so muss ich geglaubt haben, beginne dort, wo die Stra?e aufh?re. Aber irgendwie war ich dann doch wieder froh, die Haust?r im R?cken zu sp?ren und zu h?ren, wie Mutter drinnen in der K?che oder im Flur rumorte.\" Dieses ambivalente Gef?hl von Eingeperrtsein und Geborgenheit durchzieht Emil Angels Erinnerungen, die sich gleichzeitig wie die Chronik dieser \"engen, grauen Stra?e\" lesen, in welcher der Autor seine Kindheit verbracht hat. F?r nicht mal ein Drittel der Erz?hlungen wird der Leser aus ihr herausgef?hrt: so zum sonnt?glichen Spaziergang ins Nachbard?rfchen Linger; nach Huelmes, \"um nur noch ein paar Sachen\" aus Mutters Elternhaus zu holen; zur \"Oktave\" in die hauptst?dtische Kathedrale und schlie?lich, bei Gelegenheit einer denkw?rdigen Schmuggelexpedition, ins belgische St?dtchen Athus. Bei den meisten der Erz?hlungen aber hat der Leser das Gef?hl neben dem sechs-, acht- oder zehnj?hrigen Knaben auf dessen Lieblingsplatz, der Treppe vor dem Elternhaus, zu sitzen und mit ihm das Geschehen in der Stra?e gr?blerisch zu begutachten. Und was sich hier abspielt, ist auf der einen Seite zeitbedingt, auf der anderen Seite aber allgemein menschlich, allzu menschlich! Eine Kleinstadt im S?den Luxemburgs, Ende der vierziger Jahre: Der Krieg ist vorbei, aber die Wunden, die er geschlagen hat, sind noch offen. Diejenigen der Nachbarn, die es mit den deutschen Besatzern gehalten haben, werden ge?chtet und gemieden, und der Patriotismus hat Hochkonjunktur. Ein bescheidener Wohlstand kommt auf: die Bessergestellten richten sich ein Badezimmer ein; und es spricht sich schnell in der Stra?e herum, wenn auf einmal in einer der K?chen ein Eisschrank oder in einem Keller eine Waschmaschine steht. Als ganz apart gilt der eigene Telefonanschluss. Es ist beileibe keine heile Welt, die der Autor vorf?hrt. Von nachbarlichen Sticheleien geht die Rede, vom Neid der einen und der engstirnigen ?berheblichkeit der andern, von Hartherzigkeit und Intoleranz, aber auch von menschlicher Solidarit?t. Die Stra?e erlebt sich als Gemeinschaft, in der mit der Zeit jedem seine Rolle zugeteilt wird: Ginettes Klaviergeklimper wird achselzuckend hingenommen, ?ber Katts Eskapaden zeigt man sich emp?rt, Adams schmuddelige Frau muss ertragen werden, und wenn Nachbar Stoffel, von der Sauftour heimkehrend, dem Klatschmaul der Stra?e ordentlich die Leviten liest, freut sich jeder. Und an den langen Sommerabenden setzt man die St?hle vors Haus und erinnert sich gemeinsam der in Kriegszeiten erlittenen Schikanen. Emil Angel erz?hlt seine Geschichten auf eine n?chterne, aber doch humorige Art, welcher deutlich anzumerken ist, dass er die Zeugen seiner Kindheit - trotz allem - in sein Herz geschlossen hat.","brand":"Moll, Stephan Verlag","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":53681095213398,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"url":"https:\/\/www.momoxbooks.com\/products\/angel-emile-ihr-bilder-die-lang-ich-vergessen-geglaubt-9783940760227","provider":"momoxbooks","version":"1.0","type":"link"}